Führungsetagen sind kein Männerprivileg

Königin
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Heute, 8. März, ist internationaler Frauentag. Dieser "Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden" basiert auf einer Resolution der Weltorganisation aus dem Jahr 1977 und wird seitdem jährlich als offizieller UNO-Feiertag gewürdigt. Ziel ist es, daran zu erinnern, dass in vielen Teilen der Welt Frauen immer noch benachteiligt werden. So beklagt Amnesty International aktuell die Landvertreibungen in Kambodscha zugunsten von lukrativem Bau- und Plantgagengrund, die besonders Frauen in Mitleidenschaft zieht, und die hohe Rate an Müttersterblichkeit in Sierra Leone aufgrund der unzulänglichen medizinischen Versorgung der Landbevölkerung. Auch in den Industriestaaten gibt es Defizite, wie die aktuelle Debatte um mehr Frauen in Führungsetagen beweist.

Frauen besetzen in Deutschland und Hamburg nur ein Fünftel (D=20,3 %, HH= 20,5 %) aller Führungspositionen. Der sogenannte Gender Pay Gap liegt seit Jahren konstant bei 23 Prozent - soviel verdienen Frauen weniger pro Stunde als Männer. Deutschland liegt damit auf den hinteren Rängen der EU.

Katharina Fegebank, GAL-Landesvorsitzende: „Muss erst die EU-Kommission Druck auf Deutschland ausüben, damit endlich Frauen freien Zugang zu Führungsetagen finden? Appelle haben bisher nicht  gefruchtet, also muss ein Gesetz her, das eine nachhaltige Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsräten bewirkt und insbesondere eine gesetzliche Mindestquote für die Aufsichtsräte aller Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Da muss Deutschland erst noch europafähig werden. Und vergessen wir nicht, in vielen Bereichen verdienen Frauen bei gleicher Leistung weniger als Männer. Das ist ein Skandal und verfassungswidrig und lässt sich unter dem demografischen Druck nicht mehr aufrecht erhalten. Männer sollten Einsicht zeigen, Frauen auf ihr Recht pochen. Grüne Politik will Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, und grüne Politik macht Ernst. Unsere besten Köpfe sind weiblich!"